Das erste Halbjahr

Am Wochenende reise ich nach Italien. Ich wollte, dass die Kinder ein normales Midsommerfest mit ihren Cousins und Cousinen im Archipel feiern können, deshalb fühlte es sich richtig an, dass sie Odd das Wochenende nimmt. Ich fliege auf eine Insel und will ein bisschen zur Ruhe kommen. Ich habe versucht die letzten Monate stark zu sein. Oder versucht, ich war stark. Superstark. Diese Scheidung durchzustehen war das schwerste was ich in meinem ganzen Leben getan habe. Vor allem war es schwer es so lange für mich zu behalten. Diese Zeit war am schlimmsten. Zu wissen was einen erwartet. Ich würde sagen, dass man es schon halb geschafft hat, wenn man endgültig den Beschluss gefasst hat. Psychisch ist das jedoch die schwerste Zeit. Wenn man den Beschluss dann gefasst hat, wird es auf der physischen und praktischen Ebene schwierig. Ich erinnere mich, dass ich deshalb zu meiner Mama gefahren bin und sitzend im Sofa eingeschlafen bin. Mama war so nett und ist mit den Kindern raus, sodass ich ein bisschen Ruhe hatte.


Kleid von Gant

Die ersten sechs Monate in 2017 waren wirklich eine Herausforderung und Himmel, ich habe gekämpft. Gleichzeitig ist auch die Firma enorm gewachsen. Wir haben unsere Angestelltenzahl fast verdoppelt, LCC wird nun nicht mehr nur im Norden sodern auch in acht weiteren Märkten vertrieben und daher bin ich auch jede Woche in ein anderes Land gereist. Ich werde wohl von 365 auf circa 130 Reisetage kommen. Aber ich versuche alle Reisetage auf die Tage zu legen an denen Odd die Kinder hat. Gerade fühle ich mich wie ein Superweib. Ich habe mich aus etwas gelöst, das mich unglücklich gemacht hat. Ich bin stolz darauf, wie toll wir es für die Kinder gelöst haben und gleichzeitg hat die Firma eine neue Investition nach der anderen gemacht. Zudem ist mein Ziel eine Börsennotierung.

Aber die Reise auf die Insel an der italienischen Küste kommt wie bestellt. Ich muss ausschlafen und brauche Zeit zum reflektieren. Ich muss sehen wie viel ich dort posten kann, aber ich glaube ich habt dafür Verständnis. Ihr Leser*innen wart ein toller Support in dieser Zeit, so viele stärkende Worte. Ich werde euch für immer dankbar dafür sein.

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